Doña Maria und ihre Träume
Lebensgeschichten aus Südamerika (Gebundene Ausgabe)
Klappentext: Vor zwölf Jahren reiste Horst Friedrichs
zum ersten Mal nach Venezuela. Im Gepäck hatte er "Hundert Jahre Einsamkeit" von Gabriel García
Márquez. Diese Reiselektüre hat den Fotografen zutiefst beeindruckt und inspiriert.
Márquez' magischer Realismus, der dem Alltäglichen einen besonderen Zauber einhaucht,
durchweht auch diese Fotos von kargen Landschaften, einfachen Häusern und ihren Bewohnern:
Doña Ruperta, die allein vor ihrer Hütte auf dem krummen Holzstuhl sitzt und der Stimme
des Windes lauscht. Wer sich Zeit nimmt und achtsam zuhört wie die Autorin Elisabetta Balasso,
dem weiss Doña Ruperta viel zu erzählen. Von Freud und Leid in ihrem entbehrungsreichen
hundertjährigen Leben. Von ihren Kindern, den vielen Enkeln und Urenkeln, den Verstorbenen.
Von tanzenden Irrlichtern in der Abenddämmerung - Seelen aus dem Fegefeuer, die der Welt einen
Besuch abstatten. Napoléon hat seine Schreinerwerkstatt am Fusse eines riesigen Kujibaums
unter freiem Himmel errichtet. Die Holzstühle, die er mit kundiger Hand herstellt, sind von
schlichter Schönheit. Eustiquio, der Schnapsbrenner, wandert täglich vor Sonnenaufgang
zu den Agaven in den Bergen. Die vergorenen Agavenherzen werden zu Schnaps gebrannt, denn das
Herz der Agave muss erst begraben werden und durchs Feuer gehen, damit es sein wahres Wesen
enthüllt. Ist die Arbeit getan, geht es leichtfüssig nach Hause. Denn dort wartet,
wie Eustiquio schüchtern lächelnd bekennt: "Eine wunderbare Liebe!"
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Das Mädchen mit den Flügeln
von Clara Dupont-Monod (Autor), Clara Dupont- Monod (Autor)
Auf einer kleinen Insel vor der Küste von Venezuela lebt die Bevölkerung seit
Menschengedenken im Einklang mit den Jahreszeiten, bescheiden und geschichtslos. Theodora,
die Witwe eines mit seinem Schiff untergegangenen Kapitäns, wird von Octavio, dem
Dorfkrämer, beharrlich umworben. Sie aber lebt nur für Eova Luciole, ihre kleine
Tochter, ein zartes, ruhiges Kind, das die Dinge nimmt, wie sie sind. Im Verhalten des Mädchens
ändert sich auch nichts, als etwas Unerhörtes geschieht und ihr am Rücken Flügel
wachsen. Octavio steht der verstörten Mutter bei. Als die Inselbewohner davon erfahren und
zur selben Zeit ungeheure überschwemmungen die Insel heimsuchen, Menschen ums Leben kommen,
die Ernte vernichten, geben die abergläubischen Bewohner Eova die Schuld an der allgemeinen
Not. Sie wird auf das Festland verbannt, in eine Anstalt, die verwaiste und verwilderte
Jugendliche aufnimmt. In der lieblosen Umgebung aber verliert sie ihre Sprache. Paco, ein von
seiner Familie verstossener Junge, entdeckt eines Nachts ihr Geheimnis: ihre Flügel und
ihren vergeblichen Versuch, zu den Ihrigen zurückzufinden. überwältigt von
diesem Wunder widmet er von da an seine ganze Liebesfähigkeit dem Schutz der kleinen
Stummen. Schliesslich findet Eova ihre Sprache wieder, wächst heran, wird nach Hause entlassen.
Das Dorf nimmt sie wieder auf. Sie passt sich an, ihr wachsen nun keine Flügel mehr.
Doch die Liebe zu Paco wächst in ihr von Tag zu Tag...
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Venezuela. Ein kleiner Roman
Ein kleiner Roman
von Jochen Jung (Autor)
Eine kuriose Geschichte über eine halbherzige, eher zufällige Flucht vor Vergangenheit
und Verantwortung, ein ironisches Schelmenstück um einen ewigen Verlierer.
Klappentext: Deutschland, 1941. Auf einem Fliegerhorst in Brandenburg geht
Alfredo Guzman seiner Arbeit nach - als Gynäkologe im Dienst des Führers. Wie es
dazu gekommen ist, erstaunt ihn, sobald er darüber nachdenkt. Eines Tages wird hoher
Besuch erwartet: Fliegerheld Ernst Udet hat sich angesagt. Auf dem Empfang zu seinen Ehren
bringt sich Guzman in Turbulenzen, die ihn zur Flucht zwingen, gleich am nächsten Morgen.
Nur: wohin? überraschenderweise hilft ihm Udet, nach Venezuela zu entkommen, von wo Guzmans
Vater stammte. So wird die Flucht vor dem Deutschen Reich zugleich zur Suche nach einer Vergangenheit,
die hinter dem Schleier von Familienlegenden liegt. Es stellen sich dem Ich-Erzähler, der von
seinem Vater und dessen Vater erzählt, entscheidende Fragen: Was tun in einer Zeit, die Haltung
verlangt, wenn man wenig hat, dafür aber Sehnsucht und die Begabung, ganz im Augenblick
aufzugehen? Was geschieht, wenn man sich der Welt nicht mit Prinzipien nähert, sondern
sich einfach überwältigen, davontreiben lässt? Die Reise, auf die Jochen Jung
seinen Protagonisten in einer kühnen Mischung aus Dichtung und Wahrheit schickt, ist voller
überraschender Wendungen (und Einsichten), sie führt um die halbe Welt - und mitten
ins Zentrum der eigenen Existenz.
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Puerto Ordaz = PZO
Ciudad Bolivar = CBL
Merida = MRD
Porlamar = PMV

