Ethnische Gruppen
China ist ein Vielvölkerstaat mit 56 ethnischen Gruppen. Alle Volksgruppen haben auf dem langen
Weg der Entwicklung zusammen jene grosse Kultur erschaffen, die China heute repräsentiert.
Neben der Han-Nationalität gibt es weitere 55 ethnische Gruppen mit mehr als 96,5 Millionen
Menschen, die ungefähr acht Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. Trotz über
einer Million Menschen zählen sie zu den Minderheiten: Zhuang, Hui, Uyghuren, Yi, Miao, Manchuren,
Tibeter, Mongolen, Tujia, Bouyei, Koreaner, Dong, Yao, Bai und Hani.
Die Verfassung garantiert allen Nicht-Han-Gruppen bestimmte nationale Rechte und Privilegien.
Darunter fallen beispielsweise Ausnahmen von der Ein-Kind-Politik, geringere Zulassungsbeschränkungen
zum Studium sowie Regierungsmittel und Steuererleichterungen
Religion
In China konnten sich Religionen wie Taoismus, Buddhismus, Islam und Christentum entwickeln. Die Freiheit der Religionsausübung ist Regierungspolitik, und normale religiöse Aktivitäten sind durch die Verfassung geschützt.
Sprache
Chinesisch ist die allgemeine Sprache des Landes und zugleich eine der fünf Arbeitssprachen
der Vereinten Nationen. Die meisten der 55 ethnischen Minderheiten sprechen ihre eigene Sprache.
Ausserdem gibt es eine Vielfalt von Dialekten im ganzen Land. Chinesische Schriftzeichen existieren
seit mehr als 6000 Jahren.
Traditionelle chinesische Malerei und Kalligrafie sind weltweit einzigartig. Die hierfür
benötigten Werkzeuge sind Papier, Pinsel, Tusche und Tuschestein. Sie werden in China
als "vier Schätze der Studierstube" bezeichnet.
Familiennamen
Chinesische Familiennamen gibt es seit ungefähr 5000 Jahren. Von den mehr als 5000 verschiedenen Familiennamen kommen 200 bis 300 besonders häufig vor. Der Familienname wird stets zuerst genannt, das heisst, wenn jemand Li Ming genannt wird, lautet sein Familienname Li.
Hongkong = HKG, Peking = PEK, Shanghai = SHA
